Donnerstag, Januar 21, 2021

Grußwort zum Advent

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Statt RBG-Adventsgottesdienst: Grußwort der Fachschaften Religion
Mit Hoffnung und Zuversicht durch die Adventszeit 2020 und weiter

„Advent – die Vorweihnachtszeit, das Warten auf die Geburt Jesu und der Adventskranz, das Symbol des Advents, das Licht in der Dunkelheit. In dieser Zeit sehen wir die Familie, backen Plätzchen und schmücken den Weihnachtsbaum. Aber was davon bleibt überhaupt in der Coronazeit?

Plaetzchen 350px christmas 1817782Natürlich, Plätzchen backen und den Weihnachtsbaum schmücken können wir immer noch, aber wie sieht es mit der Familie aus? Wie viele Familienmitglieder dürfen sich wo treffen? Sollte man überhaupt in der großen Runde miteinander feiern, wenn am Ende die Familie das Coronavirus hat? Können wir an Weihnachten noch in die Kirche gehen?

In dieser besonderen Zeit stellen wir uns viele schwierige Fragen und die meisten können jetzt noch nicht wirklich sicher beantwortet werden. „Stay home“ heißt es immer, aber wie lange noch? Wie lange darf ich meine Freund*innen nicht im großen Kreis treffen? Wann darf ich die Großeltern wieder besuchen? Wann ist diese blöde Maske endlich weg?

Impfen 200px white male 1743470Nach so einer langen Zeit, in der ständig zwischen Lockdown und Beschränkungen zu Lockerungen gesprungen wurde, ist es nicht leicht, weiterhin schlechte Nachrichten aufzunehmen. Und jetzt soll noch nicht einmal Weihnachten wie gewohnt ablaufen? „Hoffnung“ ist ein wichtiges Stichwort in diesen Zeiten. Aber was lässt uns hoffen? „2021 soll alles besser werden, die finden schon einen Impfstoff!“ Ein kleiner Hoffnungsschimmer in einer dunklen Zeit. Aber dann kommen wieder die Zweifel: Wann kommt der Impfstoff? Wer wird zuerst geimpft? Wird sich jeder impfen lassen? In dieser schwierigen Zeit mögen wir viele Ängste und Sorgen haben, aber die Hoffnung bleibt.“

Dieser Text, den eine Schülerin der Jahrgangsstufe 9 geschrieben hat, spricht sicherlich vielen von uns aus dem Herzen. Wir können die Gedanken sehr gut nachvollziehen. Hinter uns liegen viele Monate, die von Unsicherheit, Sorgen und Ängsten geprägt waren. Und ein Ende der Unsicherheiten ist noch nicht in Sicht. Wie gut, dass es da auch Gewissheiten gibt, die krisenfest sind und unserem Leben Halt und Sicherheit geben. Advent und Weihnachten gehören dazu. Weihnachten ist das Fest der Freude über die Geburt Jesu. Die frohe Botschaft von Weihnachten bleibt, auch wenn die äußeren Umstände in diesem Jahr andere sind. Das Licht der Weihnacht leuchtet in dunkler Zeit, der Stern begleitet uns. Die Botschaft von Weihnachten hängt nicht davon ab, wie viele Menschen sich treffen und miteinander feiern dürfen. Sie ist zeitlos und erreicht uns überall. Hören auf das Wesentliche geht immer, auch mit Abstand. Jeder Mensch kann dazu beitragen, die Welt ein wenig heller zu machen. Vielleicht kann das in diesen Tagen bedeuten, dass wir unsere Großeltern öfter mal anrufen, eine Karte verschicken, ein Adventsfenster für die Nachbarn gestalten, für einen kranken Menschen einkaufen, Fürsorge zeigen… Es gibt viele Möglichkeiten, für Lichtblicke zu sorgen.

„Fürchtet euch nicht!“ ruft der Engel in der Weihnachtsgeschichte den Hirten auf dem Feld zu. Möge diese Botschaft uns in diesem Jahr besonders viel Mut machen und uns Hoffnung und Zuversicht schenken.

Wir wünschen allen Schüler*innen und Lehrer*innen eine schöne Adventszeit und gesegnete Weihnachtstage!

Sabine Tredup (Fachschaft Religion)

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